43. Kapitel – Frohe Ostern

Heute ist der 19. April – der Samstag vor Ostern. Während wir Anfang April schon so warme Tage hatten, dass man im kurzärmligen T-Shirt in den Park gehen konnte, ist nun der Winter zurückgekommen. Draußen ist es bitterkalt, und Anatol musste die Heizung wieder anwerfen, da die Katzen gemeutert hatten – es war ihnen zu kalt.

Nun bullert die Heizung gemütlich vor sich hin, Tonio liegt obenauf und Noah in seinem Körbchen direkt davor.

Ich komme bibbernd vom Markt wieder – die beiden Butler schlummerten noch in ihrem Dino-Nestchen, als ich losgegangen bin.

Anatol schimpft. „Du bist in diesem dünnen Fähnchen raus in die Kälte gegangen? Den Tod wirst Du Dir holen!“

Es stimmt. Ich hatte nur meine obercoole, schicke rote Kunstlederjacke an, die ich am liebsten jeden Tag tragen würde, weil ich sie so mag. Anatol konfisziert das sommerliche Kleidungsstück.

„Da! Hier hatte ich Dir gestern Abend den Wintermantel schon rausgehängt, und den dicken Winterpulli dazugelegt – aber Du musstest ja Deine geliebte dünne rote Jacke anziehen. Wenn das mal nicht eine böse Erkältung gibt!“ zetert er. Anatol kann es nicht leiden, wenn ich krank bin – dann muss er ständig Suppe kochen, Medikamente bereithalten und mein Gejammere ertragen.

Leider war ich schon die letzten Tage und Nächte krank – die Migräne war so stark, dass ich gar nicht aufstehen konnte. Auch deshalb schimpft Anatol.

„Du hast Deine Migräne-Diät nicht eingehalten, und davon ist die Migräne wieder so bös geworden. Ab jetzt achte ich wieder penibel darauf, dass Du jedenfalls zuhause nichts isst, was die Migräne schlimmer macht! Alles, was nicht in die Diät gehört, wird weggeschlossen! Aber was Du außerhalb isst, darauf habe ich ja keinen Einfluss – leider! Reiss Dich zusammen und iss nicht wieder so einen migränetriggernden Mist!“

Auch hier hat Anatol recht. Ich habe meine Migränediät sträflich vernachlässigt. Zu gut schmecken die verbotenen Dinge … Parmesan, Camembert … nicht mal vegan sind die … und Erdbeeren, Rhabarber … die soll ich nun auch nicht mehr essen.

Aber ich muss die Zähne zusammenbeissen und in den nächsten Wochen darauf verzichten. Ich hoffe, dass ich die Migräne so wieder in den Griff bekomme. Es hatte ja schon einmal sehr gut geholfen.

Nun ziehe ich brav den Winterpulli und den Wintermantel an, streife die Wollhandschuhe über, die Anatol mir auch bereitgelegt hat, und fahre in die Stadt – den Sonnabendeinkauf erledigen. Vielleicht finde ich ja auch ein paar Ostereier, die ich für die beiden Butler verstecken kann. Schließlich ist morgen Ostern!

Anatol, Elie, die Katzenbande und ich wünschen Euch allen frohe Ostern!

 

 

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