22. Kapitel – Anatols Borschtsch

IMG_1936Anatol hat sich heute entschlossen, Borschtsch zu kochen – vegan selbstverständlich! Was ist Borschtsch? Borschtsch ist sicher die leckerste Suppe der Welt. Das Rezept stammt aus Ost- und Mitteleuropa, und vermutlich ist der russische Borschtsch der bekannteste.

Aber es gibt auch polnischen, ukrainischen, galizischen, kasachischen Borschtsch… und noch mehr – Borschtsch ist in Osteuropa und darüber hinaus überall zuhause. Und nun auch hier in Frankreich!

Woher kenne ich Borschtsch? Anatol kocht ihn mir natürlich vor allem, weil ich ihn darum gebeten habe. Aber warum? Meine Familie stammt zwar aus dem Osten, aber Borschtsch gehört leider gar nicht zu ihrer Kultur… Nein – vor langer Zeit, als ich noch studierte, kochte eine gute Freundin mir ab und zu ein Borschtsch. Und seitdem weiss ich, dass es einfach keine bessere Suppe gibt!

Anatol sagt, man lese oft, Borschtsch werde immer mit Rindfleisch zubereitet. Das stimme aber im Grunde nicht. Es habe Zeiten gegeben, in denen Fleisch sehr teuer und rar war – und in denen man nicht immer Fleisch für die Suppe hatte. Da wurde dann ein Borschtsch ohne Fleisch gekocht – und der schmeckt genauso gut, wenn nicht sogar besser! Wir essen ja sowieso nie Fleisch, daher stellt sich die Frage nicht.

Gleich zu Anfang gibt es ein Drama. Anatol findet DAS Rezept nicht mehr. DAS Borschtsch-Rezept, wie er sagt, ist von Attila Hildmann. Bis vor einiger Zeit fand man es im Internet. Und nun? Verschwunden. Attila Hildmann, der vegane Starkoch (Anatols Vorbild!), hat das Rezept in eines seiner Kochbücher übernommen, und nun muss man das Buch kaufen, um das Borschtsch-Rezept zu finden. Anatol schäumt vor Wut!

Schnell verspreche ich, das Buch bei nächster sich bietender Gelegenheit zu kaufen. Nun muss der Borschtsch aber „so“, also ohne das famose Rezept gekocht werden. Anatol ist findig und stellt kurzerhand aus der Erinnerung ein Rezept auf, das uns auch einen ganz ordentlichen Borschtsch bescheren soll.

IMG_1915Was kommt in den Borschtsch? Anatol hat eingekauft: einen Weisskohl, rote Beete (frisch, nicht gekocht), zwei Möhren, Zwiebel, Knoblauch, eine kleine Steckrübe, eine Tomate und viel frischen Dill.

Gerade schneidet er die Zwiebel und den Knoblauch klein, dann kommt der Weisskohl dran. Dieser wird gut gewaschen, in Streifen geschnitten und dann mit der Zwiebel und dem Knoblauch im Topf mit etwas Olivenöl angeschmort.

In der Zwischenzeit (während der Kohl leicht anbrät), schneidet Anatol die Kartoffeln, die Möhren, die Steckrübe und die rote Beete in Würfel.  All dieses Gemüse kommt dann zu dem Kohl in den Topf. Dazu wird Wasser gegeben, Salz, Pfefferkörner, 4 kleine Lorbeerblätter und nur 2-3 Pimentkörner. Da Anatol es gern scharf mag, gibt er auch noch 2 getrocknete Chilischoten hinzu.

Hier ein paar Photos von den verschiedenen Etappen des Rezepts:

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Nun muss es mindestens eine, besser aber zwei Stunden köcheln. Am allerbesten schmeckt der Borschtsch am nächsten Tag, wenn er gut durchgezogen ist.

Schließlich wird der Borschtsch mit viel Dill und und einem großzügigen Klecks Sojajoghurt serviert. Anatol wünscht guten Appetit!

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